Ausgangspunkt für dailybread war die "Vision" von einem puristisch schönen Single-Speed-Bike mit Stahlrahmen, dessen Terrain in erster Linie eine Grossstadt wie Berlin ist. Es sollte eine sehr variable Basis haben, die viele Möglichkeiten bietet, spielerisch in verschiedenste Velotypen für unterschiedlichste Nutzer verwandelt werden zu können - ohne dabei jemals seinen Charakter als dailybread zu verlieren. Es sollte modern sein, trotzdem aber mit Retro-Elementen spielen können, am besten viele klassische Zitate in eine zeitgemässe Form überführen. Es sollte nicht als Summe einzelner Teile, sondern als Systemeinheit wahrgenommen werden - um das zu unterstreichen, sollten alle Komponenten möglichst logofrei sein - lediglich dailybread sollte als übergeordnete Marke für das Gesamtkonzept stehen, auch aus diesem Grund sollte es nur Kompletträder geben.
Es sollte ein Angebot werden - gerade auch für Menschen, die ästhetisch gestaltete Produkte schätzen, für die bislang das Velo aber lediglich Transporter von A nach B war und die definitiv keine "Nerds" sind - sich mit dem Velo auf neue Art auseinander zu setzen. Ein niedrigschwelliges Angebot, mit überschaubaren Optionen, vielfältigen ästhetischen Auswirkungen und damit emotionalen Aspekten des Velodesigns. Technische Aspekte sollten bewusst in den Hintergrund treten - letztendlich sollte es ausstattungstechnisch sowieso so hochwertig sein, dass sich Fragen nach der Qualität und den verwendeten Komponenten gar nicht erst stellen.
Als Basis musste also ein sehr eigenständiges, gleichzeitig aber auch neutrales Rahmendesign her, das einerseits - egal in welcher stilistischen Interpretation auch immer - ein dailybread unverkennbar macht, andererseits durch seine Reduziertheit eine Zurückhaltung hat, die das Design der einzelnen Bauteile stärker in den Vordergrund rückt - letztlich entscheiden sie ja das Spiel mit den Stilen und prägen in hohem Masse das Gesicht des fertigen Velos. Ausserdem sollte das Rahmenset die beiden gängigsten Laufradgrössen (26" & 28") aufnehmen können und das notwendigste Zubehör für den urbanen Alltag zulassen um "das Spiel" noch etwas interessanter machen zu können. Von den Fahreigenschaften sollte es ein Hybrid werden - ein Mix aus MTB und Rennvelo Geometrien - verzeihend, aber nicht träge im Lenkverhalten, spritzig, aber nicht explizit sportlich - ausgerichtet auf den "normalen" User - mit langem Steuerrohr, um Vorbautürme zu vermeiden und den Lenker trotzdem auf ein Niveau zu heben, das Übersicht in den Strassenschluchten der Grossstadt garantieren kann.